/ Wissenswert / Historische Heilpflanzen-Steckbriefe

Melisse, Melissa officinalis

Als Heilpflanze hat die Melisse eine jahrtausendalte Tradition. Der griechische Arzt Serapion von Alexandria schrieb 200 Jahre vor Christus über die Melisse: “Sie erfreut das Gemüt, macht die Leitungen des Gehirns frei, fördert die Verdauung, stärkt das stockende oder geschwächte Herz, vertreibt alle unangenehmen Einbildungen aus dem Gehirn, in Sonderheit solche, die den Menschen melancholisch machen.”

Paracelsus nannte das Kraut ein Lebenselixier: “Melisse ist von allen Dingen, die die Erde hervorbringt, das beste Kraut für das Herz.” Er verwendete die Melisse für Herz, Gemüt, Gehirn, Gedächtnis, gegen Kopfschmerzen, zur Heilung von “Kontracturen und Lähme”, gegen Podagra, Gicht, Lepra, Asthma, als beruhigendes und krampflösendes Mittel, bei Angst und Depression und zur “Erneuerung der Kräfte des Körpers und Erweckung der Lebensgeister“.

Arabische Heilkundige und europäische Ärzte wie Evelyn lobten sie bis im 17. Jh. als Lebenselixier für Herz, Gemüt, Gehirn, Gedächtnis, gegen Kopfschmerzen, Lepra, „Kontracturen und Lähme“, Gicht, Asthma und als beruhigendes und krampflösendes Mittel. Sie sollte Dahinsiechende wiederbeleben und die Jugend zurückbringen.

Kaiser Karl der Große befahl, die Melisse in jedem Klostergarten anzubauen. Sie sollte die Jugend zurückbringen und Dahinsiechende wiederbeleben. Hildegard von Bingen formulierte im 12. Jahrhundert: „Die Melisse hat die Kraft von 15 Kräutern, muntert auf und stärkt das Herz.“ Und: „Die Melisse ist warm und der Mensch, der sie isst, lacht gern, denn sie erfreut das Herz und die Milz.“

Melissenöl hat eine lange Tradition bei der Likörherstellung und wurde zum Geheimmittel französischer Karmeliter. John Evelyn stellte 1679 fest: „Melisse ist ein Wundermittel für das Gehirn. Sie stärkt das Gedächtnis und vertreibt Melancholie“.

Wichtigste Inhaltsstoffe

Vitamin C (Ascorbinsäure): 253,0 Milligramm pro 100 Gramm Frischgewicht
Ätherische Öle (0,05 – 0,8 %): Citral (40 – 70 % Geranial und Neral), Citronellal (1 – 20 %), β-Caryophyllen (5 – 15 %), Linalool, Geraniol, Caryophyllenepoxid, Germacren D, Methylcitronellal, 6-Methyl-5-hepten-2-on, Geranylacetat, α-Copaen, Thymol, Nerol.
Flavonoide wie Isoquercitrin
Säuren / Hydroxyzimtsäure-Derivate (4 – 7 %): Rosmarinsäure, Chlorogensäure,, Kaffeesäure, Urolsäure

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Melisse, Melissa officinalis

Als Heilpflanze hat die Melisse eine jahrtausendalte Tradition. Der griechische Arzt Serapion von Alexandria schrieb 200 Jahre vor Christus über die Melisse: “Sie erfreut das Gemüt, macht die Leitungen des Gehirns frei, fördert die Verdauung, stärkt das stockende oder geschwächte Herz, vertreibt alle unangenehmen Einbildungen aus dem Gehirn, in Sonderheit solche, die den Menschen melancholisch machen.”

Paracelsus nannte das Kraut ein Lebenselixier: “Melisse ist von allen Dingen, die die Erde hervorbringt, das beste Kraut für das Herz.” Er verwendete die Melisse für Herz, Gemüt, Gehirn, Gedächtnis, gegen Kopfschmerzen, zur Heilung von “Kontracturen und Lähme”, gegen Podagra, Gicht, Lepra, Asthma, als beruhigendes und krampflösendes Mittel, bei Angst und Depression und zur “Erneuerung der Kräfte des Körpers und Erweckung der Lebensgeister“.

Arabische Heilkundige und europäische Ärzte wie Evelyn lobten sie bis im 17. Jh. als Lebenselixier für Herz, Gemüt, Gehirn, Gedächtnis, gegen Kopfschmerzen, Lepra, „Kontracturen und Lähme“, Gicht, Asthma und als beruhigendes und krampflösendes Mittel. Sie sollte Dahinsiechende wiederbeleben und die Jugend zurückbringen.

Kaiser Karl der Große befahl, die Melisse in jedem Klostergarten anzubauen. Sie sollte die Jugend zurückbringen und Dahinsiechende wiederbeleben. Hildegard von Bingen formulierte im 12. Jahrhundert: „Die Melisse hat die Kraft von 15 Kräutern, muntert auf und stärkt das Herz.“ Und: „Die Melisse ist warm und der Mensch, der sie isst, lacht gern, denn sie erfreut das Herz und die Milz.“

Melissenöl hat eine lange Tradition bei der Likörherstellung und wurde zum Geheimmittel französischer Karmeliter. John Evelyn stellte 1679 fest: „Melisse ist ein Wundermittel für das Gehirn. Sie stärkt das Gedächtnis und vertreibt Melancholie“.

Wichtigste Inhaltsstoffe

Vitamin C (Ascorbinsäure): 253,0 Milligramm pro 100 Gramm Frischgewicht
Ätherische Öle (0,05 – 0,8 %): Citral (40 – 70 % Geranial und Neral), Citronellal (1 – 20 %), β-Caryophyllen (5 – 15 %), Linalool, Geraniol, Caryophyllenepoxid, Germacren D, Methylcitronellal, 6-Methyl-5-hepten-2-on, Geranylacetat, α-Copaen, Thymol, Nerol.
Flavonoide wie Isoquercitrin
Säuren / Hydroxyzimtsäure-Derivate (4 – 7 %): Rosmarinsäure, Chlorogensäure,, Kaffeesäure, Urolsäure