/ Wissenswert / Historische Heilpflanzen-Steckbriefe

Schafgarbe, Achillea millefolium

Vor 49.000 Jahre dem Grab vom Shanidar im Irak beigegeben ist sie auch in der Traditionellen Medizin Chinas, Europas und der Indianer von großer Relevanz. Germanisch „garwe“ bedeutet „die Heilende“; so wurde sie als Schutz gegen Pest in die Suppe gegeben und war in Kräuterbuschen und an Festen und Vollmonden nicht wegzudenken.

Die alten Römer berichteten über ihre Verwendung als sogenanntes „Soldatenkraut“. Antike und mittelalterliche Ärzte wie Dioskurides, Galen, Pseudo-Apuleius, Bock und Matthioli, selbst Goethe betrachteten sie als trocknend und wundheilend bei inneren und äußeren Verletzungen.

„Wer eine innerliche Verletzung erlitt, der pulvere die Schafgarbe und trinke dieses Pulver im warmen Wasser.“ schreibt Hildegard von Bingen im 12. Jahrhundert. „Nach dem Reinigen der Wunde, Schafgarbe leicht in Wasser kochen und das Wasser etwas ausdrücken und sie noch warm zart über den Verband binden, der auf der Wunde liegt, und so nimmt es der Wunde das Eitern und Geschwürigwerden und heilt die Wunde. So verfahre man oft, solange als nötig. Wenn sich die Wunde zusammenzieht und zu verheilen anfängt, dann kann man den Verband entfernen und die (gekochte/warme) Schafgarbe direkt auf die Wunde legen und sie heilt noch komplikationsloser und vollkommener.

Hieronymus Bock widmete der Schafgarbe breiten Raum in seinem New Kreuterbuch und schreibt über dessen blutstillende Wirkung: „Dis kraut ist einer widerwertigen natur. wo man das kraut zerknirscht und das auf die blutigen wunden gelegt, so gesteht das Blut.“

Wichtigste Inhaltsstoffe

Monoterpene:, Isoartemisiaketon, Campher β-Pinen 1,8-Cineol. Caryophyllen, (+)α-Pinen, Bornylacetat,
Sesquiterpene: Germacren D, Achillicin, 8-Desacetyl-8α-tigloylmatricin, Rupicolin A, Rupicolin B, 1,4-Peroxide, Achillin und Desacetoxymatricarin (= Leucodin).
Flavonoide / Flavone / Flavonole: u.a. Rutin
Ätherische Öle: Azulen (Chamazulen)
Cumarine
Mineralien: vor allem Kalium
Germacranolide: Acetylbalchanolid, Balchanolid, Dehydroparthenolid, Millefolid, Millefin, Achillifolin
Glykoside von Apigenin und Luteolin, Orientin, Isoorientin, Vitexin, Swertinin und Schaftosid
methylierte / methoxylierte Aglykone: Casticin, Artemetin, 6-Hydroxy-luteolin-6,7,3′,4′-tetramethylether

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Schafgarbe, Achillea millefolium

Vor 49.000 Jahre dem Grab vom Shanidar im Irak beigegeben ist sie auch in der Traditionellen Medizin Chinas, Europas und der Indianer von großer Relevanz. Germanisch „garwe“ bedeutet „die Heilende“; so wurde sie als Schutz gegen Pest in die Suppe gegeben und war in Kräuterbuschen und an Festen und Vollmonden nicht wegzudenken.

Die alten Römer berichteten über ihre Verwendung als sogenanntes „Soldatenkraut“. Antike und mittelalterliche Ärzte wie Dioskurides, Galen, Pseudo-Apuleius, Bock und Matthioli, selbst Goethe betrachteten sie als trocknend und wundheilend bei inneren und äußeren Verletzungen.

„Wer eine innerliche Verletzung erlitt, der pulvere die Schafgarbe und trinke dieses Pulver im warmen Wasser.“ schreibt Hildegard von Bingen im 12. Jahrhundert. „Nach dem Reinigen der Wunde, Schafgarbe leicht in Wasser kochen und das Wasser etwas ausdrücken und sie noch warm zart über den Verband binden, der auf der Wunde liegt, und so nimmt es der Wunde das Eitern und Geschwürigwerden und heilt die Wunde. So verfahre man oft, solange als nötig. Wenn sich die Wunde zusammenzieht und zu verheilen anfängt, dann kann man den Verband entfernen und die (gekochte/warme) Schafgarbe direkt auf die Wunde legen und sie heilt noch komplikationsloser und vollkommener.

Hieronymus Bock widmete der Schafgarbe breiten Raum in seinem New Kreuterbuch und schreibt über dessen blutstillende Wirkung: „Dis kraut ist einer widerwertigen natur. wo man das kraut zerknirscht und das auf die blutigen wunden gelegt, so gesteht das Blut.“

Wichtigste Inhaltsstoffe

Monoterpene:, Isoartemisiaketon, Campher β-Pinen 1,8-Cineol. Caryophyllen, (+)α-Pinen, Bornylacetat,
Sesquiterpene: Germacren D, Achillicin, 8-Desacetyl-8α-tigloylmatricin, Rupicolin A, Rupicolin B, 1,4-Peroxide, Achillin und Desacetoxymatricarin (= Leucodin).
Flavonoide / Flavone / Flavonole: u.a. Rutin
Ätherische Öle: Azulen (Chamazulen)
Cumarine
Mineralien: vor allem Kalium
Germacranolide: Acetylbalchanolid, Balchanolid, Dehydroparthenolid, Millefolid, Millefin, Achillifolin
Glykoside von Apigenin und Luteolin, Orientin, Isoorientin, Vitexin, Swertinin und Schaftosid
methylierte / methoxylierte Aglykone: Casticin, Artemetin, 6-Hydroxy-luteolin-6,7,3′,4′-tetramethylether